BACKSTUBE

EINFACH FRISCHES LANDBROT

DAS BROT UND SEINE HERKUNFT

Nachforschungen nach dem Ursprung des Brotes führen uns weit zurück in der Geschichte der Menschheit. Es hat Jahrtausende überlebt und spielt eine bedeutende Rolle im Dasein des Menschen. Es ist in fast allen Kulturen der Erde verwurzelt. Es konnte sich durch alle Generationen behaupten, überstand sämtliche Stürme, die die Welt und ihre Bevölkerung in ihren Grundfesten erschütterten. Brot ist nicht bloss ein Lebensmittel, es ist das Mittel zum Leben schlechthin. Wo es mangelt, ist es um die Menschen schlecht bestellt. In der westlichen Zivilisation hat es allerdings seine ureigene Stellung eingebüsst. Wir haben es zwar in nie da gewesener Vielfalt zur Verfügung, wir behandeln es aber ach mit einer noch nie da gewesener Gedankenlosigkeit und einer Achtlosigkeit schlechthin. Durch internationalen Handel und Transport ist das Beschaffen von Brotgetreide für die Industriestaaten praktisch problemlos geworden. Die Ehrfurcht vor dem Brot ist uns aber ab hand gekommen. Wir konsumieren es sorglos. Der Überfluss hat uns unempfindlich gemacht gegenüber dem Wunder der Natur, das uns das Getreide beschert und ohne das es auch im 21. Jahrhundert noch kein Brot gäbe.

Der Kuchen

Die Franzosen nennen ihn "Quiche", die Italiener "Pizza", die Engländer "Pie", die Österreicher "Strudel". Bei uns ist es der Kuchen, die Wähe, die Dünne, die Tülle, die Tarte, der Fladen, der Gâteau je nach Kanton und Landesgegend eben. Bei uns im Seeland ist es der Kuchen. Nicht zu verwechseln mit dem Cake oder einer Torte. Überall, wo Milchwirtschaft betrieben wird, kennt man den Rahmkuchen; "Nidlechueche". Im Seeland sehr beliebt sind die Früchtekuchen, wie Äpfel, Birnen, Zwetschgen. Beerenkuchen sind ebenso berühmt wie herrlich, ganz besonders, wenn sie mit einem süssen Mürbeteig zubereitet und gebacken werden. Nicht zu vergessen die Kartoffel- & Salzkuchen aus dem grossen Moos im Umkreis der Zentren Ins und Kerzers, wo der Salzkuchen ein Teil der Dorfkultur ist und bleibt.

Unten: Der traditionelle Bettags-Zwetschgenkuchen.

Der Guss

Während man in der deutschen Schweiz den Guss normalerweise aus Rahm und Eiern zubereitet, verzichtet man in der Regel in der Romandie darauf. Die Welschen streuen nur etwas Zucker auf die Früchte. Je nach Frucht passt natürlich auch Vanillezucker und Zimt sehr gut. In der Adventszeit sorgen dann Kardamom, Nelken, Anis sowie abgeriebene Zitronen- & Orangenschale für den unvergleichlichen Geschmack. In meiner Backstube wird der Guss aus einem aufgeschlagenen Ei, etwas Rahm oder auch nur Kaffeerahm und Zucker zubereitet. Der Trick dabei ist, dass der Guss zuerst auf den Boden gegossen wird und danach die Früchte darauf gelegt werden. Einfacher und schmackhafter geht's nicht. Probieren Sie's aus! Zuviel Nüsse, Mandeln oder Haselnüsse verfälschen die Aromen der Früchte und die Kuchen werden dadurch zu "mastig".

Unten: Selbstgebackene Scones mit Clotted Cream.


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